Festgottesdienste zur Konfirmation in Schwann am 29.4. und 6.5.2012

Fotos und Predigt ...

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Gruppenbild vom 29.4.2012

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Gruppenbild vom 29.4.2012


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Gruppenbild vom 6.5.2012

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Bilder vom 6.5.2012 ...


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Predigt über Joh 10,27f / "ONLINE MIT GOTT" in der Schlosskirche Schwann am 29.4. und 6.5.2012 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe Konfirmanden, liebe Festgemeinde,

mailen, chatten, skypen, das sind Begriffe,
die heute total alltäglich sind.
Dass jemand binnen Sekunden an beliebig viele Adressaten
weltweit eine Nachricht senden kann,
das gehört zu unserer Zeit: Wofür man früher eine Weltreise
machen musste, das ist heute „online“ ganz spontan möglich.
Und da sind natürlich viele rund um die Uhr „online“.
Schon junge Leute rennen heute mit „Smart Phones“ rum ...

Aber die bunte neue Welt hat auch Schattenseiten.
Da gibt es Spams, Viren, Würmer und Trojaner, die sich Zugang
verschaffen wollen auf deinem schönen Gerät
und Du musst sich viel einfallen lassen um sich zu schützen:
Mit Firewalls und Anti-Virenprogrammen.

Auch beim Chatten: Niemand sieht sein Gegenüber wirklich (außer bei Skype)
und deshalb schützen sich die meisten mit einem Kunstnamen (nickname):
Denn, wer weiß schon, mit wem er es auf der anderen Seite 
in Wirklichkeit zu tun hat? 
Wem kann ich vertrauen?
Und wem nicht?

Wenn mich der Eindruck nicht täuscht,
ist das auch ein Grund dafür,
warum heute viele Menschen so etwas wie eine „Firewall“ gegen Gott
aufgebaut haben: „Gott“ ist für sie zunächst mal nur ein „Kunstname“,
ein „Deckname“.
Sie kennen Gott nicht und fragen erst mal vorsichtig:
„Gott! – Wer ist denn das? Wer steckt dahinter?
Ich kann ihn ja nicht sehen!“

Und weil wir ihn nicht sehen können,
blocken viele erst mal ab oder setzen ihn gleich auf die Spam-Liste,
wie für unerwünschte Mails.

Einigen von euch Konfirmanden ist es am Anfang des Konfijahres
ganz ähnlich gegangen: Ihr wart erstmal skeptisch,
was Gott und sein Wort betrifft.
Aber wir haben in diesem Jahr Gott näher kennen gelernt und
festgestellt: Gott kann man trauen!
Er versteckt sich auch nicht hinter einem Decknamen!
Er hat sich geoutet und ist in unsere Welt gekommen – nicht nur
virtuell, sondern ganz real.
In Jesus Christus.

Von ihm heißt es im Johannes-Evangelium (1,11):
„ER kam in sein Eigentum ...“
Er ist in seine Welt zu uns Menschen gekommen.
An Jesus sehen wir, wer und wie Gott ist,
Gott zeigt uns sein Profil: ER will uns begegnen und uns nahe sein.

Er liebt uns und ist auf der Suche nach uns.

Wer mit ICQ chattet, der weiß vielleicht gar nicht,
was diese Abkürzung „ICQ“ eigentlich bedeutet:
„I seek You“ oder „Ich suche Dich!“
Und das ist Gottes Programm, genau das tut Jesus,
dazu ist er gekommen.
Er sagt: „Ich bin gekommen zu suchen und zu retten,
was verloren ist“ (Lk 19,10).

Jesus ist auf der Suche nach Menschen,
die sich von Gott getrennt haben oder ihn noch gar nicht kennen.
Er ist für die gekommen, die noch „offline“ sind
und will, dass auch sie Gott kennen lernen und seine Liebe entdecken,
dass sie „online mit Gott“ gehen.

Und das ist auch sein Wunsch für uns alle
und besonders für euch Konfirmanden heute.
Stellt euch vor, Jesus schreibt euch heute folgende Email
zu Eurer Konfirmation (sie ist im Programmblatt abgedruckt,
zum Mitlesen ...):

 

„Ich bin der gute Hirte!“, sagt Jesus.
Auf unserer Freizeit in Obernhof vor Ostern ging es darum,
wie das konkret aussieht: Mit Jesus leben, der wie der gute Hirte
für mich sein will.

„Ich bin der gute Hirte ...“, in dieser Aussage von Jesus wird
sein Profil besonders deutlich,
ganz ähnlich wie im Profil,
das viele bei Facebook von sich erstellen.

Anders aber als dort, wo ich nie ganz sicher sein kann,
ob mein Gegenüber auch wirklich der ist,
wofür sich da jemand ausgibt,
kann ich bei Jesus ganz sicher sein: ER ist kein „Fake“,
 „Jesus“ ist sein wirklicher Name und der heißt:
„Gott hilft“ oder „Gott rettet!“

Genau das will er.
Jesus lässt uns nicht hängen.
Er will das Beste für uns – wie ein Hirte für seine Schafe,
die ohne ihn hilflos und orientierungslos wären.
Und – Er hält den Kopf für uns hin.
„ER lässt sein Leben für die Schafe ...“

Darüber haben wir uns in der Vorbereitung auf den
Buß- und Bettagsgottesdienst lange unterhalten.
„ER lässt sein Leben für die Schafe“ – für Dich und für mich, aus Liebe
und sagt von sich selber:
„Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben lässt
für seine Freunde.“

„Freund“ nennt er uns,
obwohl wir Ihm gegenüber doch von Natur aus „offline“ sind.

Wer sich im Internet bewegt und etwas von sich preisgibt,
muss vorsichtig sein, denn jede Angabe kann missbraucht werden.
Jesus dagegen kennt unsere persönlichen Daten:
Unsere Macken, er weiß, dass wir oft lieblos miteinander umgehen.
Er kennt unsere Sünde, die uns von Gott trennt.

Aber er macht uns deshalb nicht fertig,
sondern lässt sich von uns fertig machen:
    - Er wird gemobbt und aus Jerusalem hinaus gestoßen,
    - ER stirbt am Kreuz von Golgatha stellvertretend für uns,
        bezahlt die Rechnung für alles,
        was in unserem Leben schief läuft, mit seinem Leben!

So groß ist seine Liebe zu uns:
„Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe ...“.

Und Gott sei Dank ist Jesus nicht im Tod geblieben.
Nur deshalb gibt es die Kirche
und nur deshalb kannst Du heute dem Auferstandenen das
Versprechen geben: 
„Ich will mit Dir als meinem HERRN leben,
im Glauben an dich wachsen
und in deiner Gemeinde bleiben“ -
also „online mit Jesus“ gehen,
der ganz persönlich zu uns redet.

„Meine Schafe hören meine Stimme ...“ sagt er.
Und das tut er vor allem durch die Bibel, Gottes Wort.
Die Bibel ist sozusagen Gottes Mega-Email an mich.
Und wenn ich online bin und darin lese,
kann ich die Stimme des guten Hirten hören
(auch im Teenkreis zu dem wir Dich besonders einladen,
im Gottesdienst am Sonntag morgen ...)

Viele Menschen, die sagen, sie hätten Gottes Stimme noch nie
gehört, die sind in Wirklichkeit nur „offline“ geschaltet
und dann ist klar: Wer nicht im Netz ist,
der kann auch keine Mails bekommen.

In diesem Konfijahr sind wir jetzt quer durch die Bibel gesurft
und haben manches entdeckt, was Gott uns zu sagen hat.
Und das wünschen wir euch, dass ihr nicht nur jeden Tag eure
Mails abruft und lest, sondern auch die Mails,
die Gott euch durch sein Wort in der Bibel schickt.

„... und ich kenne sie“

Ich hab‘ mal mit einem Schäfer geredet,
der eine richtig große Herde hat.
Der hat mir versichert, dass er jedes Schaf seiner Herde
sehr genau kennt und er sagt: Ich kenne es auch an seiner Stimme.
Jedes blökt ein bisschen anders.

Genau so kennt Jesus uns,
jeden Einzelnen von uns.
Er kennt dich ganz persönlich, er hat dich wunderbar geschaffen
und weiß, was du brauchst und was dir gut tut!

Er kennt deine Stimme, wenn du das weltweite G-Netz,
das Gebets-Netz benutzt und mit ihm redest.
Er hört dein Gebet und ist für dich da.

Auch über das Beten haben wir im Konfiunterricht gesprochen.
Aber nur, wer im Gebet online geht und mit Jesus Kontakt aufnimmt,
wird es auch erleben, wie das weltweite G-Netz funktioniert
und Gott an jedem Platz der Erde für dich erreichbar ist.
Deshalb bleibt dran am Beten!

„... und sie folgen mir ...“

Manche Menschen schauen zurück auf ihr Leben und stellen fest:
Wenn ich noch Mal ganz von vorn anfangen könnte,
dann würde ich manches anders machen.

Nun wünsche ich Dir aber heute, dass es Dir mal nicht so geht.
Geh‘ nicht Deine eigenen Wege, sondern frag‘ Jesus:
Was ist Dein Weg?
Was ist Dein Weg für mich?

ER will, dass dein Leben gelingt
Und er weiß, welcher Weg für dich der Beste ist.
Wenn du ihm nachfolgst und tust, was er dir sagt,
wirst du es erleben:
Dass ER Dich gut führt und an ein gutes Ziel bringt!

Schafe sind manchmal störrisch und gehen ihre eigenen Wege.
Aber Schafe ohne Hirten sind verloren.
Sie brauchen den Hirten.
Das ist bei uns Menschen nicht anders.
Wir brauchen Jesus, den guten Hirten.
(Das haben einige von Euch ganz persönlich für sich fest
gemacht, eine bewusste Entscheidung gefällt - für ein Leben
mit diesem guten Hirten!)

Und allen, die das für sich entschieden haben,
dass sie diesem Jesus folgen wollen,
denen macht er das größte Konfirmationsgeschenk,
das wir uns überhaupt vorstellen können:
Denen schenkt er das Ewige Leben!

Er sagt: „Ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden
nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus
meiner Hand reißen.“

Dieses ewige Leben, das beginnt schon jetzt,
wenn wir (Du) mit Jesus leben (lebst).
Und nach unserem Tod wird es dann so sein,
wie wenn sich zwei Chatpartner, die schon lange miteinander
gechattet haben, sich wirklich treffen und sich sehen!

Und deshalb wünschen wir es Euch und uns allen,
dass wir Jesus, dem guten Hirten, unser Leben anvertrauen
und ein klares „JA“ zu einem Leben mit IHM finden.

Es ist die Entscheidung zu einem Leben „online mit Gott“.

Triff sie!
Fülle sie mit Leben!

Und Gott antwortet Dir spontan:
HDGDL = „Hab Dich ganz doll lieb!“
Amen

(Für diese Predigt danke ich meinem Kollegen Martin Flaig für seine Vorarbeiten recht herzlich!)


Dienstag, 16.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Donnerstag, 18.10.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Paul Gerhardt (Pfarrer i.R. Herrmann Schwarze)
Freitag, 19.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 21.10.2018
9:15 Uhr:
Kirchweih in der Schwabentorhalle in Dennach (Pfarrer Held)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Prädikant Schäfer)
Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann