2014-04-20 Auferstehungsfeier

Andacht zum Ostermorgen vor der Schlosskirche Schwann

Liebe Frühstaufsteher am Ostermorgen, 

 

„Alles Hase, oder was?“

titelt eine Zeitschrift zum Osterfest

und stellt fest: Die Suche nach Ostern in den Medien 

gestaltet sich mühsam bis erfolglos.“

 

Ich hab’s einmal überprüft. 

Und es stimmt wirklich: 

Wer Ostertrost im Internet sucht, weil man dort ja alles

findet, der sei gewarnt: 

Google News bringt beim Stichwort „Ostern“ ein anti-religiöses Wunder,
gefolgt von einem Artikel „Hier verbringen die Deutschen Ostern 2014“,
auf Platz 1 liegt aber nicht Jerusalem, Rom oder sonst ein Pilgerziel,
sondern Berlin, die glaubensfernste Hauptstadt der Welt. Wenigstens bei den Bildern sollte Google aber weiterhelfen,
denke ich und tippe „Ostern“ ein, schaue die 100 wichtigsten (ersten)
Bilder durch: 3 Cartoons, 21 Hasenfotos, 37 Eier-Fotos und
39 Hasen-Eier-Kombinationsbilder.
Christliche Motive gibt es auf den vorderen Seiten einfach nicht!Aber auch ein Schwanner hat uns in einer Mail ans Pfarramt
„Schöne Eiertage und ein frohes Nest“ gewünscht …

 

Wer das Auferstehungsfest sucht, 

den wichtigsten Baustein unserer Religion

und das Geheimnis unserer Existenz, 

den lassen die Medien allein. 

Und jeder fünfte Deutsche weiß heute nicht mehr, 

was Ostern ist, stand aktuell in der Zeitung. 

 

Auch in diesem Jahr findet Ostern in den großen Medien 

einfach nicht statt. 

Es ist für sie so wichtig wie Schneeketten in der Sahara, 

nicht mal eine skurrile Randnotiz wert. 

 

Aber wir sollten uns darüber nicht ärgern. 

Lasst uns selber aktiv werden und die Osterbotschaft verbreiten!

 

Dazu dürfen wir zuerst wissen: 

Wenn es auch keinen Beweis für die Auferstehung von Jesus gibt, 

die Osterberichte sind alles andere als Legenden, 

sondern Wirklichkeit!

Wer sie unbefangen liest, 

wie hier ganz irritiert ein bisher nie beobachtetes (und selbst 

von den Jüngern anfangs nicht geglaubtes) Ereignis berichtet wird:

    - Die Auferstehung eines Toten, 

    - sein Erscheinen vor zweifelnden Männern und Frauen

    - und wie sich dieser Auferstandene ihrer Neugier auch
         wieder ganz souverän entzieht, 

der wird nicht anders können als zu sagen: 

Die Art der Berichterstattung ist zuverlässig, 

nicht aufgebauscht, erscheint nicht zweckgerichtet, 

sie ist keine Begründungstheorie für eine neue Glaubensrichtung … 

 

Wer eine neue Religion begründen wollte

und dafür eine Sensation braucht, 

der müsste es anders aufziehen, 

anders berichten und andere Zeugen ins Feld führen als 

z. B. Frauen, die damals vor Gericht gar nicht als Zeugen 

zugelassen waren …

 

Aber, Ostern, liebe Frühaufsteher, 

liegt als Auferstehungsfest nicht im Sucher unserer Welt, 

nicht im Sucher der Medien. 

Denn es liegt auf der Hand:
Wenn Jesus wirklich vom Tod auferstanden ist, 

dann hätte das etwas mit jedem Menschen zu tun. 

Dann könnte niemand mehr sagen: Ich bleibe lieber distanziert, 

lebe mein Leben. 

Dann hätte Ostern mit jedem zu tun!

 

Und das hat es auch!

Mit unserer Existenz als Menschen.

Mit unserem Leben, Lieben und Leiden. 

Und der Frage: Ob das alles ist, Essen und Trinken, 

Arbeit und Urlaub, Hausbauen - und auf kurz oder lang sterben - 

oder - ob unsere kühnsten Träume - nicht doch zutreffen: 

Dass Gott für uns eine ewige Zukunft hat!?

Eine, die schon heute alles Vergängliche überstrahlt!?

 

Die Osterbotschaft sagt: Ja, so ist es!

Jesus Christus ist das Leben 

und bringt das Leben, rettet vom ewigen Tod. 

Wer an ihn glaubt, 

hat schon den Fuß in der Tür zum Himmel. 

Und das wird sein Leben vom Kopf auf die Füße stellen. 

 

Alles wird dadurch anders. 

Was mir wichtig ist und was mich trägt und prägt. 

Nicht mehr das Eierfest, die Hasenparty … Essen und Trinken, 

schöne Osterwanderungen, sinnentleerte Konsumfeste, 

sondern die Kraft des Auferstandenen, die durch seinen

Heiligen Geist schon heute da ist und mich erfüllt, 

wenn ich Jesus Christus gehöre 

und um dessen Kraft ich jeden Tag bitten darf. 

 

Der Alltag ist hier das Testgebiet des Glaubens, 

die Probe aufs Exempel: Ob Christus auferstanden ist

und er mich folglich bestimmt, meinen Glauben, meine Richtung, 

meine Entscheidungen, mein Leben 

und das Leben meiner Familie. 

 

Wie sehr wünsche ich das allen Menschen auch in Schwann

und Dennach, in Straubenhardt, in Deutschland, je weltweit!

 

„Christus ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden. 

Steht auf und seht, folgt ihm nach!“

 

Lassen Sie uns diese Botschaft mit Schnackes weitergeben

und sie persönlich mit Leben erfüllen, 

konsequent und vor allem anderen fragen, 

was dieser Auferstandene von uns will … 

es mutig und gegenüber jedermann bezeugen: 

„Frohe und gesegnete Ostern!“ 

 

Nicht: „Schöne Ostern“ oder ein „Schöne Ferien“, 

„Fröhliches Eiersuchen“ oder was die Leute sich sonst so wünschen. 

Weil sie es nicht besser wissen. 

 

Wir aber bekennen: 

„Christus lebt! Er ist auferstanden! Wirklich auferstanden!

Komm und sieh!

Erlebe Gottes Wort!

Erlebe die Macht des Gebets

und die Gemeinschaft derer, die Jesus heute nachfolgen!“

 

„Alles Hase, oder was?“

 

Nein, Christus ist auferstanden, 

Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Mittwoch, 24.10.2018
18:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Anfänger
19:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Fortgeschrittene
20:00 Uhr in Schwann:
Hauskreis Tankstelle für junge Erwachsene bei Steffi
Freitag, 26.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 28.10.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Held)
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)