2013-03-31 Ostermorgen Familiengottesdienst

Predigt über Anspiel "Drei Frauen am Grab" nach Markus 16,1-8 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Impressionen aus dem Familiengottesdienst am Ostermorgen

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Anspiel (1. Teil): Drei Frauen am Grab - Anspiel folgt Markus 16,1-8 ...

 

1. Teil (Frauen kommen von hinten durch die Bankreihen nach vorne)

1. Frau: Ich mag gar nicht daran denken, dass Jesus tot ist. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen.

 

2. Frau:  Mir geht es genauso. Ich kann das nicht begreifen. Jesus hat doch niemandem etwas getan. Warum musste er sterben?

 

3. Frau:  Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund. Sie haben ihn einfach gehasst, sie wollen nicht, dass jemand von der Liebe erzählt.

 

1. Frau:  Ja, Jesus wusste viel von der Liebe Gottes. Ich habe fest darauf vertraut, dass Gott wirklich für alle Menschen da ist. Aber nun, bei Jesus, wo war er da?

 

3. Frau:  Weg, ganz weit weg. (vorne angekommen)

Ich habe meine ganze Hoffnung in Jesus gelegt  – es ist wie etwas in mir gestorben wäre. Außerdem habe ich Angst, jetzt in das Grab zu gehen.

 

2. Frau:  Wie kommen wir überhaupt hinein in das Grab? Wer wird uns den Stein wegrollen?

 

3. Frau:  Hätten wir nicht doch die anderen mitnehmen sollen? Wir können doch allein nichts

ausrichten.

 

1. Frau:  Lasst uns erst mal hingehen. Ich möchte gerne da sein. Wenigstens am Grab möchte ich sein heute Morgen.

(setzen sich in die erst Bankreihe)

 

 

Überleitung Pfarrer

Am Anfang unseres Gottesdienstes haben Sie einen

verdorrten Zweig bekommen. 

Er bietet einen traurigen Anblick. 

Und soll jetzt in unsrem Gottesdienst eine zeichenhafte Bedeutung 

bekommen: Er soll ein Zeichen dafür sein, 

was die Frauen empfinden, als sie sich am Ostermorgen zum Grab 

von Jesus aufmachen ...

 

Mit Jesus ist in ihnen auch die Hoffnung gestorben.

 

Der (verdorrte) Zweig soll gleichzeitig ein Zeichen für all das in uns sein, 

was an Enttäuschungen, verdorrten und toten Hoffnungen da ist. 

 

Nehmen Sie doch bitte den verdorrten Zweit jetzt bei unserem 

Gebet in die Hand: ...

 

 

Gebet & Stilles Gebet (mit verdorrtem Zweig in der Hand):

Wir kommen, großer Gott, zu dir 

mit allem, was uns traurig macht. 

Wir kommen zu dir mit allen enttäuschten Hoffnungen. 

Nimm es weg von uns, HERR, 

was uns gerade von der Osterfreude trennt.

Und lass uns diesen Gottesdienst jetzt feiern

mit einem Herzen, das von Dir noch Großes erwartet.

Wir beten in der Stille ... für uns ... und für andere: 

( ... ) 

„Der Arm des HERRN ist nicht zu kurz, 

dass er nicht helfen könnte!“

Amen

 

Pfarrer (Ankündigen Einsammeln dürre Zweige, KiGo-Kinder):

Beim jetzt folgenden Lied sammeln einige Kindergottesdienst-Kinder

die dürren Zweige ein und bringen sie nach vorne zum zum Grab von Jesus, 

die Tür hinein ist heute die Tür zur Sakristei ...

 

 

Lied EG 112,1-3+6 Auf, auf, mein Herz, mit Freuden

 

Anspiel (2. Teil): Drei Frauen am Grab

 

  1. Frau: Kommt beeilt euch! Wir sind gleich da. (Frauen kommen nach vorne. 

Grab = Sakristei)

 

2. Frau:  Was ist das? Das Grab ist offen. Der Stein ist weg.

 

3. Frau:  Wer mag schon vor uns hier gewesen sein?

 

1. Frau:  Seht das Licht, das uns entgegenkommt. Ich habe Angst. 

(Frauen schlagen erschrocken ihre Hände vors Gesicht.)

 

2. Frau:  Man wird doch Jesus nicht gestohlen haben?

 

Stimme aus dem Hintergrund: Ihr sucht Jesus, den, der am Kreuz gestorben ist?

Hier ist er nicht. Gott hat ihn auferweckt. Er ist auferstanden von den Toten, wie er gesagt hat. Kommt her und seht, wo er gelegen hat.

(Frauen gehen in die „Grabkammer“)

 

1. Frau: Tatsache! Die Steinbank, wo man ihn hingelegt hat, ist leer. Das gibt es doch nicht!

 

Stimme aus dem Hintergrund: Geht nach Galiläa, er ist euch vorausgegangen. Er hat es euch gesagt. Folgt ihm. Geht. Jesus lebt, ihr dürft neue Hoffnung haben.

(Frauen kommen aus der „Grabkammer“)

 

1. Frau:  Jesus lebt!? Jesus soll nicht im Tod geblieben sein?

 

2. Frau: Was bedeutet das? Ich verstehe das nicht. Warum ist er nicht hier?

 

3. Frau:  Kommt lasst uns gehen. Wir müssen es den anderen erzählen. Wenn wir eine Hoffnung

haben, dann die, dass Gott ihn doch nicht im Stich gelassen hat.

 

2. Frau:  Und wenn Gott ihn nicht im Stich gelassen hat, dann lässt er auch uns nicht im Stich.

 

1. Frau:  Sollte Gott den Tod überwunden haben?

 

3. Frau:  Wenn einer dann Gott. Er kann den Tod überwinden. Ich will gehen, kommt schnell.

Ich will nach Galiläa. Das müssen wir alles unseren Freunden erzählen!

(Gehen durch Mittelgang wieder hinaus)

 

 

Predigt und zwei „Rosen von Jericho“ 

(laufende Demo für die Kraft der Auferstehung)

 

Eine „Rose von Jericho“ liegt auf dem Taufstein, schon aufgeblüht ...

Eine weitere „Rose von Jericho“ wird von KiGo-Kind mit warmem Wasser

übergossen und so nach und nach zum Leben erweckt ...

(KiGo-Kind bleibt während Predigt dabei und gibt Rückmeldungen ...)

 

 

 

Liebe Erwachsene, liebe Kinder, 

 

„Wenn wir eine Hoffnung haben, dann die, 

dass Gott Jesus doch nicht im Stich gelassen hat“, 

sagt eine der Frauen in unserem Anspiel. 

 

Und „Wenn einer die Macht hat, den Tod zu überwinden, dann Gott.“

ER kann das!

 

Das, was die meisten Menschen heute mit Ostern verbinden, 

das ist in der Regel viel bescheidener. 

Viele wissen es schlicht nicht besser 

und so redet alles von Ostereiern und Osterhasen, 

die doch nie und nimmer Eier legen, 

geschweige denn irgend etwas Großes in unser Leben bringen, 

das Hofffnung weckt. 

 

Glücklich können sich die nennen, 

die es besser wissen: 

Viele von uns haben es schon erlebt, 

dass wir uns nicht immer hoffnungslos im Kreis drehen müssen, 

bis wir dann alt werden und sterben. 

Sondern es ist möglich, dass aus Hoffnungslosigkeit Hoffnung wird, 

dass etwas Totes wieder lebendig wird ...

 

-> 1. Test (Kind): Tut sich schon was mit unserer Pflanze?

 

Die Frauen damals am Grab von Jesus, 

die waren am Anfang wirklich davon überzeugt: 

Da hilft nichts mehr!

Jesus ist tot und Tote stehen nicht wieder auf!

Er hatte so vielen Menschen Hoffnung gegeben: 

    • den vom Leben Enttäuschten, 

- Menschen auf der untersten Stufe,

    • unheilbar Kranken, 
    • Leuten, die entdeckt haben: Ich bin ein Sünder,
      aber Jesus macht mich frei ...

 

Und jetzt soll das alles ein Irrtum gewesen sein?

 

Wie vielen geht es heute so!
Sie haben viele Jahre vielleicht ein ganz schönes Leben gehabt, 

aber dann kommen die Enttäuschungen 

und es zeigt sich: 

    • Was bringt es mir denn, dass ich immer lieb und nett war?
    • Die anderen nutzen mich dafür aus!
    • Ich renne wie ein Dackel durchs Leben, versuch‘ es zu
      was zu bringen, aber dann kommen auch so viele Enttäuschungen
    • und ich werde immer älter, meine Chancen nehmen ab, 
    • was bleibt am Ende?
    • wofür habe ich gelebt?

 

Hat Ostern auch etwas mit unseren enttäuschten Lebenshoffnungen

zu tun?

 

Ja, absolut, ja!

 

Weil Gott tatsächlich Jesus - als den ersten von uns - 

vom Tod ins Leben auferweckt hat, gibt es echte Hoffnung!

Hoffnung für mein Leben, 

egal wie es darin gerade aussieht. 

 

Jesus lebt!

Der HERR ist auferstanden, 

er ist wahrhaftig auferstanden!

Das heißt für uns Ostern!

 

Das ist wie das Wasser, das diese tote Pflanze (man nennt sie die 

„Rose von Jericho“) wieder zu neuem Leben erweckt. 

Du denkst vielleicht: Aber das geht doch nicht!

Daneben liegt ja bereits ein Exemplar, das lebt ...

Aber dieses verhutzelte tote Geknülle da? 

 

-> 2. Test (Kind): Tut sich schon was?

 

Es tut sich wirklich was!

Die toten Äste haben sich bereits ausgestreckt ...

noch sind sie ziemlich braun ...

Aber es ist schon das erste Grün zu sehen!

Nach so kurzer Zeit!

(Hunderte von Jahren kann diese tote Knolle in der sengenden

Hitze der Wüste liegen und der Wind treibt sie mal hierhin mal 

dahin ... sie ist tot - bis - das Wasser sie zum Leben erweckt!)

 

Das ist wie Ostern!

Denn Ostern heißt: Jesus lebt!

Er ist auferstanden!

Und weil das stimmt, deshalb war alles, 

was Jesus erzählt und getan hat

und was er an Hoffnung in diese Welt gebracht hat, 

kein Irrtum, sondern ist ganz echt!

 

Das ist heute noch ganz gleich!

 

Und wenn Du an Jesus glaubst, 

dann glaubst Du an den Mächtigsten, den es überhaupt gibt.

 

Was das bedeutet?

Du brauchst Dich vor nichts und niemand mehr wirklich zu fürchten!

Nicht vor schlimmen Nachrichten im Fernsehen, 

nicht vor der Klimaerwärmung, 

nicht davor, dass Deine Eltern sich scheiden lassen, 

nicht, weil du denkst: Ich schaff‘ es einfach nicht!

 

Jesus lebt. 

Und alles, womit ich nicht fertig werden kann, 

das ist für IHN gar kein Problem. 

Es kann sein, dass sich die schlimmen Dinge nicht ändern, 

aber ich kann meine Angst und meine Sorgen bei ihm abladen. 

Dort sind sie gut aufgehoben, 

denn er hat den Überblick!

 

Ja, ich darf ihm vertrauen, selbst in dunkelster Nacht: 

- ER hört mein Gebet!
- ER kann auch wieder gut machen, was ich im Leben 

verpfuscht habe, er „vergibt“ jedem, der ihn darum bittet!
- ER will mein Leben führen, 

er trägt mich durch gerade finstere Zeit. 

- ER bleibt meine Hoffnung, auch wenn die Falten in meinem
Gesicht immer mehr werden und ich schließlich sterben muss.

Was soll‘s?

Dann erst recht ist der auferstandene Jesus meine Hoffnung!

Denn Jesus bringt mich ans Ziel bei Gott. 

 

-> 3. Test (Kind): Wie sieht die Pflanze jetzt aus?

 

Ostern gibt also die Mega-Hoffnung für unser Leben, 

die wir alle brauchen, 

um wie diese tote Planze zum Leben zu finden. 

 

Wir können das nicht selber. 

Was für diese tote Pflanze das Wasser ist, 

das will Gott für Dein Leben sein. 

 

Ein Liederdichter hat es so ausgedrückt

:

„Weil Jesus lebt, fasse ich Vertrauen. 

Weil Jesus lebt, weicht die Angst. 

Er steht mir bei, denn ihm gehört die Zukunft ...“

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 16.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Donnerstag, 18.10.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Paul Gerhardt (Pfarrer i.R. Herrmann Schwarze)
Freitag, 19.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 21.10.2018
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Gottesdienst in Schwann (Prädikant Schäfer)
Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann