2012-12-24 Familiengottesdienst

Predigt von EC-Jugendreferent Jan Hunsmann zum Anspiel "Muss nur noch schnell die Welt retten ..." von drama-ministry.

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Superhelden. Wer kennt sie nicht. Jeder hat sein eigenes Bild, was eigentlich ein Held ist. Für den einen ist es ein Filmheld, wie Superman oder Spiderman, für den anderen ein erfolgreicher Fußballspieler. Und dann gibt es ja noch die Helden des Alltags. Väter, die ihren Kindern das Fahrrad reparieren, Mütter, die arbeiten gehen, den Haushalt schmeißen und sich um die Kinder kümmern. Nachbarn, wie zum Beispiel unsere Nachbarn Severin und Rebecca, die sich darum kümmern, dass der Hof frei von Schnee ist, wenn man nach Hause kommt. Omas, die einfach die besten Geschichtenerzähler sind. Es gibt viele Helden. Manche existieren echt, andere sind Erfindungen von kreativen Comiczeichnern oder Filmemachern aus Hollywood. 

Ich hab mir mal den Spaß gemacht in einem Lexikon nachzuschlagen, was denn eigentlich ein Superheld ist. Da hab ich folgende Definition gefunden.

Ein Superheld ist eine fiktive Figur, die meist übermenschliche Fähigkeiten oder High-Tech-Waffen besitzt, mit denen sie die Menschheit beschützt und Böses bekämpft. Superhelden haben typischerweise großen Mut und einen edlen Charakter. Sie halten nicht selten ihre wahre Identität geheim, indem sie sich kostümieren und sich ein Pseudonym zulegen. 

 

In dem Weihnachtsstück eben ist am Ende herausgekommen, dass Jesus der wahre Superheld ist. Aber irgendwie passt das gar nicht mit der Definition von Superhelden zusammen, die ich eben gelesen habe.

Ein Superheld ist eine fiktive Figur… Jesus ist keine Erfindung von kreativen Schriftstellern, sondern es hat ihn wirklich gegeben. Selbst die kritischsten Wissenschaftler müssen zugeben, dass man sich so eine Lebensgeschichte schwer ausdenken kann, vor allem, wenn es so viele Quellen auch neben der Bibel gibt, die sagen: Jesus hat wirklich gelebt! 

Doch High-Tech-Waffen sucht man bei ihm vergebens. Keine Laserstrahlen oder futuristischen Fahrzeuge. Als Jesus gegen Ende seines Lebens nach Jerusalem ging, ist er auf einem Esel in die Stadt geritten. 

Weiter mit der Definition: „Superhelden haben typischerweise großen Mut und einen edlen Charakter.“  Aber als Jesus im Garten Gezemaneh gebetet hat, da war kein großer Mut zu sehen. Er hat vor Angst Blut und Wasser geschwitzt und  Gott angefleht, dass er die bevorstehende Kreuzigung doch verhindern möge!

„Sie halten nicht selten ihre wahre Identität geheim, indem sie sich Kostümieren und sich ein Pseudonym zulegen.“

Und da wiederspricht Jesus dieser Definition vollkommen. Er hat sie nie versteckt, im Gegenteil noch bevor er überhaupt auf der Welt war, wusste Maria, dass er der Retter ist, denn der Engel hatte es ihr ja gesagt. Und noch mehr. Als es dann soweit war und er geboren wurde, blieb er nicht versteckt und unerkannt im Stall, sondern die Engel haben einen riesen Lärm gemacht um die Hirten darauf aufmerksam zu machen, dass Jesus der Retter geboren wurde. Und weil das immer noch nicht genug war, hat der Stern die Weisen über viele tausend Kilometer nach Bethlehem zum Stall geführt. Deshalb feiern wir ja überhaupt Weihnachten. Jesus hat seine Identität nicht geheim gehalten, im Gegenteil, er hat laut und deutlich auf sich aufmerksam gemacht! Und das tut er auch heute noch. Er will nicht irgendeine Figur in der religiösen Landschaft von Dennach oder Schwann sein. Er stellt sich in der Bibel vor und sagt ganz klar, wer er ist und was er will! Jesus versteckt sich nicht. Aber oft verstecken wir uns vor ihm und wollen uns nicht so recht mit ihm beschäftigen. 

Jesus entspricht so gar nicht dieser Definition von einem Superhelden. Er ist real, hat keine High-Tech-Waffen, ist nicht furchtlos und versteckt sich auch nicht hinter einer Falschen Identität. Jesus ist ein Antiheld. 

Und doch gibt es eine Gemeinsamkeit, die Jesus mit den Superhelden unsrer Tage verbindet. Jesus hat eine Mission. Die Mission die Welt zu retten. Ein für alle mal. Doch im Gegesatz zu Superman und Co knöpft er sich nicht die Bösewichte dieser Welt vor und vernichtet sie. Nein Jesus setzt viel kleiner an. Nicht bei den Bösewichte, sondern bei jedem ganz persönlich. Bei mir und bei dir. Er verteilt auch keine Faustschläge und Tritte in den Magen, sondern verteilt lieber ein Geschenk. Nämlich sich selbst.

Jesus selbst als Geschenk? Ein Geschenk macht nur Sinn, wenn man etwas damit anfangen kann. Warum schenkt Jesus sich also selbst? Man kann ihn ja noch nicht mal sehen! Was soll das Ganze?

Die Bibel sagt, dass Gott ein Problem hat. Einerseits  möchte er, dass die Menschen Zeit mit ihm verbringen, ihr Leben mit ihm Teilen und Gemeinschaft mit ihm haben, denn so hat Gott die Menschen geschaffen. Menschen sind zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen. 

Andererseits kann Gott aber nicht mit Menschen Gemeinschaft haben, die so viele Quatsch in ihrem Leben gemacht haben. Und das hat jeder. Ich auch. Die Bibel nennt das Sünde. Und Sünde trennt uns von Gott. Und durch die Sünde ist der Tod in die Welt gekommen.

Wie löst Gott also sein Dilemma in dem er steckt? Die Sünde muss aus dem Weg geräumt werden, damit die Gemeinschaft mit Gott möglich wird. 

Und hier kommt Jesus ins Spiel. Er als Gottes Sohn ist der einzige, der auf der Erde gelebt hat, ohne Dreck am Stecken zu haben. Deshalb ist er auch der Einzige, der die Sünde der ganzen Welt stellvertretend auf sich nehmen kann. Und das passiert, als er am Kreuz hängt und stirbt für unsere Schuld. Und aufersteht an Ostern, denn damit hat er den Tod, besiegt.

Ostern ist jetzt an Weihnachten noch ganz weit weg. Und doch gehört beides untrennbar zusammen. Was an Weihnachten angefangen hat, mit der Geburt von Jesus, ist an Ostern zu Ende gegangen. Ohne Jesu Geburt, wäre sein Tod für uns unmöglich gewesen.

Johannes schreibt: Denn Gott hat seine Liebe dadurch gezeigt,  dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen sondern um sie durch ihn zu retten!   Johannes 3,16 + 17

EI NEHMEN

Deshalb steckt in jedem Weihnachten immer ein bisschen Ostern mit drin!

Und das war Jesus Mission um die Welt zu retten. Angefangen bei jedem persönlich. Und deshalb ist Glaube auch nichts allgemeines, sondern betrifft jeden ganz persönlich. Und jeder muss sich die Frage gefallen lassen: Wie steh ich dazu?

 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Sonntag, 26.08.2018
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Sonntag, 02.09.2018
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Sonntag, 09.09.2018
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Gottesdienst in Schwann (Prädikantin Donath)
Mittwoch, 12.09.2018
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Hauskreis für junge Erwachsene bei Katrin
Donnerstag, 13.09.2018
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Schulanfägner-Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)