2012-12-24 Familiengottesdienst

Predigt zum Weihnachtsstück "Stille Nacht, eilige Nacht ..." / Pfarrer Friedhelm Bühner

Weihnachtsstück „Stille Nacht, eilige Nacht“ 

Predigt (zum Anspiel)

 

Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

 

„Stille Nacht, eilige Nacht ...“ 

 

hieß das witzige Weihnachtsstück, das wir dieses Mal sehen und

hören konnten ... und ein besonderer Dank an alle, 

die bereit waren hier mitzumachen!

 

Hier ist die Weihnachtsgeschichte einmal von einer

ganz anderen Seite her aufgerollt worden.

Aus der Sicht von zwei sehr sympathischen Wirten, 

von Benedikt und Niklas, 

die - obwohl sie so viel um die Ohren hatten - trotzdem noch 

Platz und Kraft für Andere finden.

 

Wie oft hieß es da „Aufstehen ...!“ in der Nacht und immer rennt 

einer brav zur Tür (Würden Sie das auch noch tun, nach dem wer-weiß-

wievielten-Anklopfen?)

Also, ich kann gut verstehen, wenn ja einer irgendwann 

einfach nur noch schlafen will und denkt: 

„Ja, ja, ... ich hab‘s gehört! 

Wer wird‘s wohl diesmal sein? Sicher wieder so ein Fremder!

Ich komm‘ ja schon, aber alles andere ... ist mir jetzt völlig Schnuppe,

ich weil einfach nur meine Ruhe haben - und - wieder schlafen!“

 

Den Wirt kann ich echt verstehen. 

Kann man ihm denn einen Vorwurf machen,

dass ihm irgendwann gar nicht mehr auffällt, 

dass die nächtlichen Ruhestörer etwas miteinander  zu tun haben?

Er ist überlastet, übernächtigt, es langt ihm, 

warum jetzt immer wieder die „Geschichten“ anhören, die die Fremden zu 

erzählen haben!?

 

Geht‘s Ihnen womöglich auch so, vielleicht gerade mit Weihnachten!?

 

In unserem Stück war es der Stern am Himmel, 

der die Nacht um 2.37 Uhr taghell gemacht hat ... und beim Wirt

ein „Dämmern“ eingeläutet hat. 

Ein Fragen: Ups, da stimmt doch was nicht!

Dort, wo ich die Leute alle hingeschickt habe, da leuchtet der Stern!

 

 

Manchmal sind wir Menschen doch wie „vernagelt“, 

dann sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. 

Da macht es einfach nicht „Klick“, kein Durchblick!

 

Auch mit Weihnachten ist das bei vielen Menschen so! 

Jeder kennt die Jahreszeit von Kind auf, alles ist irgendwann Routine. 

Und jetzt noch in die Kirche, dann die Kerzen am Christbaum anzünden, 

eine CD einlegen und - es ist so weit!

 

Wirklich?

Sehen wir schon den wichtigsten „Baum im Wald“?

Jesus ist geboren, der Sohn Gottes, in einer Krippe in Bethlehem. 

Die Verheißung des Popheten Micha - 750 Jahre davor ausgesprochen - 

hat sich erfüllt: „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den 

Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, 

dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist ...“

 

Und Maria und Josef, Engel, Sterndeuter und Hirten sind dabei. 

 

Was ist auch heute das Entscheidende?

Für Sie, für mich?

Wofür lohnt es sich aufzustehen, sich „wecken“ zu lassen?

Den gewohnten Weihnachtstrott zu hinterfragen, 

in die Tiefe zu gehen?

 

Wenn wir das wissen wollen, 

dann müssen wir Gottes Wort aufschlagen! 

Denn wer meint, er könne das auch ohne die Bibel herausfinden, 

der wird immer daneben liegen. 

 

Durch den Propheten Jesaja (60,2) klärt Gott uns auf: 

„Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker! - 

Aber über dir geht auf der HERR. Und SEINE Herrlichkeit erscheint 

über Dir!“

 

„Finsternis“, „Dunkelheit“, „Nacht“, das ist in der Bibel nicht nur

etwas Zeitliches, sondern eine Gesamtbeschreibung der Menschheit. 

Alle Menschen leben von Natur aus in der „Nacht“, im „Gottesschatten“

und so sehr sie sich auch anstrengen, 

selber etwas Göttliches oder Spirituelles an Weihnachten zu finden, 

sie finden es nicht. 

Wir können es uns nicht selber sagen, 

was das Entscheidende ist!

 

Aber Gottes Wort sagt es klar und deutlich: 

In Bethlehem kam der zur Welt, der uns retten will aus Nacht und 

Dunkelheit! Deshalb heißt er auch der „Heiland der Welt“.

 

„Mensch, steh auf und gehe ihm entgegen!“

„Dieser Ruhestörer ist für mich und Dich gekommen!“

Mache es nicht so wie viele, von denen es im Johannes-Evangelium 

heißt (Joh 1,10f):

„ER kam in die Welt und die Welt ist durch ihn gemacht, 

aber die Welt erkannte ihn nicht. 

Er kam in sein Eigentum; 

aber die Seinen nahmen ihn nicht auf ...“

 

Was für eine Tragik, dass sich auch heute so viele mit einer

oberflächlichen Weihnachts-Idylle zufrieden geben, 

die doch rein gar nichts mit dem zu tun hat, 

was Jesus uns schenken will!

 

Wie schade, dass so viele diesen „Stubser“ von Gott ignorieren: 

Bei diesem Gast lohnt es sich wirklich aufzustehen!

Es ist eine Ehre, dass dieser Gast überhaupt zu mir kommen will, 

obwohl ich es doch gar nicht verdiene!

 

Jesus kam in diese Welt, 

um uns zu retten aus dem Hamsterrad des Lebens, 

aus der Nacht von Sünde und Tod. 

 

Jesus kam - und das die Frohe Botschaft der Engel -, 

um Menschen wie Dich und mich in den Bann der Liebe Gottes zu ziehen, 

uns erfahren zu lassen: 

Du bist zwar ein Sünder, 

lebst und er-lebst noch so viel Nacht und Dunkelheit, 

aber Gott kann Dich zu einem „Kind Gottes“ machen, 

wenn Du es willst. 

 

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, 

Gottes Kinder zu werden ...“, 

so geht das Wort bei Johannes weiter. 

 

„Jesus ... aufnehmen ...“, das sind die beiden Schlüsselworte, 

die Weihachten zum großen Fest der Liebe und der Freude machen. 

 

Nur wer sich „aufwecken“ lässt von diesem Gast, 

von Jesus, dem Retter und Heiland, bei dem ist die Frohe Botschaft 

angekommen. 

 

Auch ich muss hingehen zum Stall, zu Jesus, vor ihm niederknien

und Danke sagen, dass er gekommen ist. 

 

Dann werde ich ein „Kind Gottes“, habe mich „aufwecken“ lassen 

zum Leben. 

 

Und aus Weihnachten wird jetzt das „Christfest“, 

Christus das größtmögliche Geschenk in dieser Welt“. 

Mein Heiland. 

 

Mensch, wenn das kein Fest der Freude und Liebe ist!

 

Gott schenke es, dass seine Frohe Botschaft bei uns einzieht

und dieser schönen Zeit die Krone aufsetzt, 

die ihr zusteht: Christus ist geboren. Für mich und Dich!

 

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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