2011-07-03 Gottesdienst im Grünen

Bildergalerie und Predigt zum Anspiel "Halbe Sachen ..." von Tabea Ulmer anhand von Lk 9,57-62 / Pfarrer Friedhelm Bühner

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Schriftlesung und Predigttext Lukas 9,57-62 deutsch und französisch: 

 

"57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will 

dir folgen, wohin du gehst. 58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse 

haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; 

aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. 

59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: 

Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 

60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; 

du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! 61 Und ein andrer 

sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich 

Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind. 62 Jesus aber 

sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, 

der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“

 

„L'engagement total du disciple

57 Pendant qu'ils étaient en chemin, un homme vint dire à Jésus : Je te 

suivrai partout où tu iras. 58 Jésus lui répondit : Les renards ont des 

tanières et les oiseaux du ciel ont des nids ; mais le Fils de l'homme n'a 

pas un endroit à lui où prendre du repos. 59 Jésus dit à un autre : Suis-moi ! 

Mais cet homme lui dit : Seigneur9, permets que j'aille d'abord enterrer mon 

père. 60 Jésus lui répondit : Laisse aux morts le soin d'enterrer leurs morts. 

Quant à toi, va proclamer le règne de Dieu ! 61 Un autre encore lui dit : Je te 

suivrai, Seigneur, mais permets-moi d'abord de faire mes adieux à ma famille. 

62 Jésus lui répondit : Celui qui regarde derrière lui au moment où il se met 

à labourer avec sa charrue n'est pas prêt pour le règne de Dieu.“

 

 

Liebe Gemeinde im Grünen, 

um lauter „halbe Sachen“ ging es da im Anspiel: 

Ein halbes Fahrrad, eine halbe Sonnenbrille, „ganz tolle halbvolle, lauwarme

Cappuccinos“, ja sogar eine halbe Ehe. 

Und alle beide finden es total cool, chic, super, „genau das Richtige“, 

das sagen sie wenigstens!

„Wir sollten echt mal wieder was ausmachen und dann in Ruhe quatschen!“, 

sagt der eine - und - irgendwie spüren wir es schon: Das entscheidende

Wort heißt „sollte“, ja wirklich, „wir sollten“ echt ...

 

„Du, ich sims dir einfach nochmal ...“ - Sie verstehen schon: Ich schick 

Dir bestimmt irgendwann mal eine SMS auf dem Handy - dann, ja, dann

treffen wir uns!

Klar!? - Jetzt muss ich mich jedenfalls echt beeilen!

Schön, dass wir mal wieder miteinander geredet haben!

 

Spüren Sie etwas?

Spüren Sie etwas von diesem Zeitgefühl?

Von dieser Art, miteinander zu kommunizieren, so voll trendy durch den 

Tag, die Woche, ja vielleicht das ganze Leben zu „flippen“ - und dabei 

so viele halbe Sachen zu machen!?

 

Was ist ein halbes Fahrrad wert?  - Nichts, es ist Schrott!

Was ist eine halbe Brille wert? - Nichts, sie macht die Augen kaputt!

Was ist eine halbe Ehe wert? - Nichts, sie macht zuletzt alle fix und fertig!

Was echt cool scheint, so toll und unverbindlich, ist im Grunde 

nichts Halbes und nichts Ganzes. 

Es ist ein gegenseitiges Ver... (schaukeln), Sie wissen, was ich meine!

 

Gilt das auch für den Glauben? - Ja!

 

Da hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert. 

Ganz bestimmt auch manches zum Guten. 

Z. B., dass wir heute so einen „locker gestrickten“ Gottesdienst im Grünen 

gestalten können, es darf gelacht werden und es muss nicht immer Orgel sein!

Christen dürfen fröhlich sein. 

 

Aber viele verstehen Christsein heute als etwas total Unverbindliches, 

ja, ein bisschen Religion, das kann nicht schaden, 

denn wer weiß schon ...

Aber bitte, bitte nicht zu direkt, zu konkret, so dass ich mich festlegen müsste: 

„Ja, Jesus Christus, Du bist gemeint!

Und Du willst, dass ich mich festlege, 

dass ich Dir folge, anstatt mein Leben so là là dahinplätschern zu lassen!“

 

Das gilt nicht als chic oder gar trendy!

Und doch: Hier liegt der Schlüssel zum Glück!

Nur, wer ganz Jesus gehört, findet die Erfüllung, die er eigentlich sucht!

 

Drei Männer sind uns in der Schriftlesung begegnet. 

Die haben alle Jesus gehört, „auf dem Weg“ heißt es da. 

Sie waren interessiert, wollten mit ihm gehen. 

Zu einer Zeit, als noch viele Jesus zugejubelt haben. 

Sie sind Schlage gestanden bei ihm. 

 

Aber Jesus war schon auf dem Weg hinauf nach Jerusalem, 

wo man ihm den Prozess machen und ihn fertig machen würde. 

Das war überhaupt nicht cool und Jesus hat es ihnen ganz unvermittelt

angekündigt: Hört mit zu! Wer mir nachfolgen will, der muss wissen: 

Halb geht nicht! „Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem 

Himmel haben Nester“, wo sie sich verkriechen können, 

aber der Platz für meinen Kopf wird am Kreuz sein!

Aber wenn dir das klar ist, dann: „Folge mir nach!“ 

 

Nur: „Überlege es dir gut!“

 

Das kommt uns schockierend vor. 

Aber ist nicht Ehrlichkeit im Grunde genau das, was wir brauchen?

Es gefällt uns vielleicht nicht, aber wir spüren doch: 
Jesus ist kein Rattenfänger, kein Schönschwätzer, 

Wenn er nicht „etwas“ von uns will, sondern uns ganz, 

dann hat das wohl einen tiefen Grund: 

Er hat sich wegen uns auf Kreuz legen lassen. 

damit wir Vergebung unserer Schuld und Frieden mit Gott haben können. 

 

Und da gibt es einen zweiten Mann bei Jesus, der in den Startlöchern steht. 

Jesus spricht ihn direkt an: „Komm, folge mir nach!“

Und alles in dem Kerl schreit: „Ja, ja, ja!“

 

Kein Nein, kein Aber, aber ein „Vorher“:

„Herr, erlaube mir, dass ich vorher noch heimgehe und meinen Vater begrabe!“

 

„Aber klar doch, herzliches Beileid, guter Junge, das mach‘ mal zuerst

und lass Dir Zeit! Du brauchst erst noch Zeit für den Abschied, für die Trauer!“

Würden wir so nicht antworten?

 

Aber dass wir uns nicht täuschen!

Jesus tickt anders: „Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin

und verkündige das Reich Gottes!“, das antwortet er dem Zweiten!

Auch ich finde das richtig schockierend!

Und im Stillen denken wir doch: „Nein, danke, Jesus, so kannst Du mit Deinen 

Freunden nicht umspringen - wenigstens nicht mit mir!“

 

Es war ja auch in Israel der letzte Liebesbeweis gegenüber dem Vater, 

der Mutter, den Geschwistern, dem Ehegatten - sie zu beerdigen!

Aber für Jesus gibt es nichts Wichtigeres als ihm nachzufolgen!

Und natürlich (auch wenn das hier etwas anders rüberkommt) erwartet

Jesus von uns, dass wir unsere Eltern oder Geschwister versorgen, 

wenn sie krank sind oder alt werden und sie nicht hängen lassen!

Das ist doch sonnenklar!

 

Aber Jesus setzt neue Maßstäbe, wenn wir ihm nachfolgen!

Und das drängt zur Entscheidung, lässt keine Zeit zu!

Das ist sein Recht, weil er der Sohn Gottes ist!

Wir müssen also bei ihm - unsere - Maßstäbe in Frage stellen lassen!

Wenn Jesus ruft, dann gibt es 

  - kein „sehn‘mer Mal“, 
  - kein „ich sims dich dann mal an“, 
  - nichts was über und vor ihm rangiert!

 

Wie mickrig, wie dumm und daneben - das fällt mir hier auf -, 

denken wir doch oft vom Reich Gottes!

Es ist das Größte, das Stärkste, das Umfassendste, was es gibt. 

Und wir können dem Reich Gottes heute zwar noch ausweichen, 

im Gericht Gottes aber nicht mehr. 

 

Dieses Reich Gottes gibt es noch in Ewigkeit. 

Es ist der mächtigste Segen und der größte Reichtum, den es gibt. 

Und er kommt „wie ein Platzregen über das Land“, 

hat Martin Luther einmal gesagt. Diesen Platzregen, wenn er kommt, jetzt aufzufangen 

und nicht durch „sehn‘mer Mal“ oder „später mal“ versickern lassen, 

darauf kommt alles an!

Denn Jesus will unter keinen Umständen, dass irgend jemand von 

uns einmal das Nachsehen hat ...

  

 

Beim ersten Mann hat Jesus gesagt: Überleg dir das gut! Ich bin nicht 

trendy in dieser Welt, sondern heimatlos.

Beim zweiten: Lass Deine Prioritäten im Leben total verändern!

Und dem dritten sagt Jesus: Pass auf, dass dich niemand und nichts

aus deinem alten Leben festhält, bindet!

„Erlaube mir bitte vorher, dass ich noch Abschied nehmen kann bei 

meinen Leuten daheim ...“

 

Auch der Dritte hat‘s wirklich Ernst gemeint: Er will Jesus echt nachfolgen, 

aber der Abschied von seiner Familie und den Freunden, der muss 

doch noch sein!

Jesus sieht messerscharf die Umarmungen der Vergangenheit: 

„Ach, nee, jetzt doch nicht, 

bleib noch, es war doch alles so schön, 

du wirst doch jetzt nicht fromm werden und in die Kirche gehen ...!?“

 

Alle drei, mit denen Jesus hier redet, 

stellen uns vor die Frage: Bin ich bereit, Jesus ganz zu folgen, 

bin ich bereit, loszulassen, was mich an meiner Vergangenheit noch 

fesselt oder fasziniert?

 

Jesus sagt: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückschaut, 

der ist nicht geschickt für das Reich Gottes!

Damit sagt er: Komm, es geht um Dich!

Lass die halben Sachen ... und folge mir! Amen

Jan Hunsmann beim gemeinsamen Gottesdienst im Grünen als Jugendreferent der Evang. Kirchengemeinden Conweiler, Schwann und eingeführt

Erstmals zusammen luden unsere Kirchengemeinden zum Gottesdienst im Grünen an die Schwanner Warte ein, wo sich nicht nur David Gerlach als neuer Pfarrer in Conweiler den Gemeinden vorstellte, sondern auch Jan Hunsmann vom Geschäftsführer des SWD-EC-Verands Armin Hassler als neuer gemeinsamer Jugendreferent eingeführt wurde. Der Sonntag begann mit strahlendem Sonnenschein, als der Posaunenchor und die Jungbläser aus Schwann den Gottesdienst im Grünen mit ihrem Vorspiel eröffneten und Christine Heffter auch die französischen Gäste in ihrer Sprache herzlich begrüßte. Danach standen Liedbeiträge von Kindergartenkindern aus Conweiler und den Schwanner Jungscharen auf dem Programm und wie immer ein fetziges Anspiel von Jugendlichen – Levin Hautsch und Thiemo Eberle -, das in diesem Jahr den Titel „Halbe Sachen“ trug. Pfarrer Bühner verband es in seiner Predigt mit Worten aus dem Lukas-Evangelium der Bibel, wo Jesus zu einer entschiedenen Nachfolge aufruft. Sein Fazit: Halbe Sachen bringen nicht weiter.  Im Zentrum des Gottesdienstes im Grünen stand wieder die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden mit Dank verabschiedet: Anna Reiche (Mädchenjungschar Schwann), Robin Kapahnke (Bubenjungschar Schwann) und Sylvia Merkle (Krabbelgruppe), zahlreiche neue vorgestellt. Auch aus der Kirchengemeinde Conweiler. Mit einem großen Applaus und einem Apfelbaum bedankten sich die Kirchengemeinden Schwann und Dennach bei Natalie Mack, die in ihrem verlängerten Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kinder- und Jugendarbeit vieles bewegt und gestaltet hat. Sie wird nach der Segelfreizeit in den Sommerferien mit dem Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona bei Basel beginnen. Am Ende des ersten gemeinsamen Gottesdienstes im Grünen waren sich alle einig, dass dies nicht der letzte sein soll. Gleich nach dem Gottesdienst nutzten viele die Gelegenheit zum gemeinsamen Grillen auf dem Grillplatz der Gemeinde Straubenhardt, das vom Kirchengemeinderat aus Conweiler hervorragend organsiert war. Es wurde ein schöner Ort der Begegnung für Jung und Alt, für viele noch verlängert mit einem anschließenden Besuch auf dem „Imkerfest“ oder dem „Dennacher Turmfest“.   

 




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 16.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Donnerstag, 18.10.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Paul Gerhardt (Pfarrer i.R. Herrmann Schwarze)
Freitag, 19.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 21.10.2018
9:15 Uhr:
Kirchweih in der Schwabentorhalle in Dennach (Pfarrer Held)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Prädikant Schäfer)
Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann