2010-11-17 Buß- und Bettag

Bilder und Eindrücke von einem außergewöhnlichen Abendgottesdienst mit Predigtskript zu einem Anspiel der Konfirmanden nach Lk 14,15-25 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Ein außergewöhnlicher Gottesdienst am Buß- und Bettag in der Schlosskirche Schwann

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Schriftlesung Lk 14,15-25 GNB (Teenkreis)

Anspiel (Konfirmanden) 

Predigt 

Liebe Gemeinde, liebe Konfis, 

danke für das tolle Anspiel zu einer typischen Szene 

am Sonntagmorgen: Einer will gern zum Gottesdienst gehen, 

aber da spricht so viel dagegen, „warum denn?“, 

sagen die anderen. 

Und schließlich bleiben sie alle daheim ...

 

In unserem Leben müssen wir uns immer wieder entscheiden!

Ja oder nein sagen, auch das Nichtssagen oder einfach Ignorieren

ist eine Entscheidung!

Was ist mir am wichtigsten? - Darauf kommt es an!

Und es ist ja auch nötig, dass ich nicht einfach so in den Tag

rein lebe, alles einfach dahin plätschern lasse, sondern 

Prioritäten setze!

Schließlich kann niemand auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig sein!

 

Bei Jesus ist das nicht anders.

Er plant ein Mega-Fest, am Ende der Tage, mit Eröffnung für mich nach 

dem Ende meines Lebens, aber die Karten dafür gibt es nur jetzt!

Gott will mit mir und Dir an einem Tisch sitzen!

Du sollst sein VIP, die „very important person“, 

obwohl wir eigentlich nur x-beliebige Menschen sind, 

das gar nicht erwarten dürften, 

obwohl uns das gar nicht zusteht!

 

Und das Bodenpersonal Gottes lädt freundlich dazu ein!

In der Schriftlesung haben wir davon gehört, doch erschreckend, 

ja verrückt, alle haben eine Entschuldigung parat. 

So wie im Anspiel gerade, wo es darum ging, ob sie nun in den 

Gottesdienst gehen oder nicht ... und ... wen wundert‘s, sie sind 

natürlich nicht gegangen. Weil es einfach nicht gepasst hat 

am Sonntag morgen mit der Einladung!

 

Und die Gründe sind bis heute die gleichen geblieben: 

Der Beruf, mein Besitz und meine Hobbys, die Liebe, die uns Schmetter-

linge im Bauch macht ...

„Tut mir leid, ich bin über alle Ohren zugedeckt mit Schule und Beruf!“

„Hey, ich bin jung, der Sport macht so viel her, da lebe ich richtig auf ... 

sorry, vielleicht habe ich später mehr Zeit!“

„Mensch, ich bin im Moment so glücklich, so verliebt, weiß gar nicht, 

wo mir der Kopf steht ... und samstags natürlich auch später ..., 

das verstehst Du doch bestimmt, wenn ich da gerade keine Zeit

habe für den Gottesdienst und den Teenkreis oder Jugendkreis!“

 

Alles irgendwie nachvollziehbar. 

Und viele andere leben ja auch so. 

Aber gilt diese meine Entschuldigung auch bei Gott, 

wenn ich seine Einladung freundlich abweise, sie versuche zu

verschieben?

 

Das Problem ist: Alle, die so denken, haben die wahre Bedeutung

der Einladung von Jesus noch nicht verstanden!

Er schickt uns keine weitere Party-Einladung!

Sondern eine einzigartige Einladung, die Du später vielleicht 

nie mehr kriegst und wo Du jetzt eine Entscheidung triffst, die vielleicht

für Dein ganzes Leben gilt!

 

In der Bibel lesen wir dazu an vielen Stellen von einem für uns 

unsichtbaren Kampf von Mächten, die alles daran setzen, 

Dir gute Gründe ins Ohr flüstern, um die Einladung von Jesus jetzt

nicht anzunehmen, sondern aufzuschieben ...

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“. 

Morgen, später, bei Gelegenheit, wie oft höre ich das Menschen sagen. 

Aber wer kann denn sagen, ob er morgen noch am Leben ist?

Ob Gott ihm noch eine zweite Chance (Einladung) schickt?

 

Aus dem Bibelwort heute ist eines klar: 

Alle sind eingeladen! Du bist eingeladen! 

Gott selber lädt  ein, zum Gottesdienst (das Glockenläuten ist 

unüberhörbar), zum Teenkreis, Jugendkreis, zum Bibellesen und 

vielen anderen Möglichkeiten, mit ihm Gemeinschaft zu pflegen. 

Er will Dir dienen, Dir den Weg zeigen, 

Gemeinschaft mit Dir haben, 

egal in welcher Lebenslage Du gerade steckst. 

 

Dass er uns überhaupt einlädt, zeigt seine Liebe!

Aber da ist es wie bei uns Menschen: 

Wenn jemand Dir seine Liebe gesteht und Dich einlädt, mit ihm oder 

ihr den Bund fürs Leben zu schließen, da kannst Du die Entscheidung 

dafür nicht auf irgendwann aufschieben, 

weil dann in den meisten Fällen der Zug abgefahren ist!

 

So gibt es auch für die Einladung in den Himmel, 

zur Gemeinschaft mit Gott, ein Vorbei, ein Zuspät, ein Gelaufen, 

ein Die-Tür-ist-zu!

Das zeigt uns das Gleichnis von Jesus ganz deutlich. 

Der Gastgeber „Gott“ ist enttäuscht, wenn Du sagst „jetzt nicht“, 

weil ihm das sagt: Anderes ist ihm oder ihr jetzt wichtiger als ich!

 

Es ist eine große Tragik, dass viele, viele Menschen hier die 

falsche Entscheidung treffen!

Wir sind von Gott eingeladen, voller Herzlichkeit und Liebe, 

aber müssen auch nicht „Ja“ sagen und da lassen sich die meisten 

Menschen von Satan aufs Kreuz legen, sagen freundlich „jetzt noch nicht“.

Und später sind sie draußen!

Gott geht weiter!

Zu denen, bei denen sich nicht alles um Arbeit, Sport und Spiel, Geld 

oder Liebe dreht, die vielleicht eher zu den „Loosern“ in unseren Augen 

zählen, aber sie nehmen seine Einladung gerne an, 

jetzt und werden dadurch von „Loosern“ zu Gewinnern,

zu den Glücklichen, die beim Fest Gottes dabei sein sind.

 

So zeigt mir Gott heute: 

Gott lädt zunächst jeden ein, ob gut in der Schule oder schlecht, 

ob mit guten oder schlechten Eltern, ob eher kränklich oder der Sportstyp, 

ob reich oder arm, viel oder wenig beschäftigt

und es bedeutet für jeden die höchste Ehre, kommen zu dürfen

und das, was sie erwartet, bedeutet höchstes Glück:

- Gemeinschaft mit Gott, 

- ein erfülltes und ewiges Leben, 

- ausgesorgt haben. 

 

Aber die Einladung annehmen, das tun eher Menschen mit Defiziten, 

Leute mit Problemen, die dadurch aber weniger übermütig und 

nicht selten auch weniger hochmütig sind. 

Sie freuen sich über die Einladung zum Leben und sagen Ja!

Die anderen, die es im Leben „erst mal so richtig krachen lassen“ wollen, 

sagen oft nein (keine Zeit, meine Freundin / mein Sport ist mir wichtiger). 

Aber viele sind schon tot, 

verloren für Gott, welche Tragik!

 

Jesus will uns hier aufrütteln, 

vor falscher Sicherheit warnen 

und lädt uns immer noch ein: Sage jetzt „JA!“ zur Einladung Gottes, 

folge Jesus, komme in seine Gemeinschaft und bleibe dort!

Und lass dem praktische Taten folgen: 

- Nimm Dir Zeit für den Gottesdienst, entscheide Dich bewusst dafür 

aufzustehen, hinzugehen und damit gegen anderes!

- Entdecke in der Gemeinschaft mit Gott seinen Plan für Dein Leben, 

suche die Mitchristen in Deiner Gemeinde, für junge Leute 

im Teenkreis oder Jugendkreis und lebe mit ihnen, 

wie es uns die Bibel zeigt.

Dabei wirst Du schon bald merken, dass der Lohn für Deine 

Entschiedenheit (die Prioriät für Jesus) eine unglaubliche Freude ist, 

ein erfülltes Leben!

Und Du hast gar keinen Bock mehr darauf, einfach so rumzuhängen

im Leben ...

- Suche Buße und Umkehr, wo Du heute merkst: 

Gott gibt mir noch einmal die Möglichkeit, jetzt umzukehren und 

bei seinem Fest dabei zu sein!

 

Die Tür zum Festsaal Gottes ist noch nicht zugefallen, 

sonst würdest Du heute nicht hier sitzen. 

Aber die „Karten“ gehen weiter, zu anderen, wenn Du zu lange wartest, 

Gottes Haus füllt sich ...

 

„Heute, wenn Du seine Stimme hören wirst ...“, 

dann sag „Ja, ich möchte an Deinem Fest dabei sein, Gott!

Bitte hilf mir, das andere, was mich von Dir abhält, dafür gerne sausen 

zu lassen!“

 

„Heute, nicht morgen oder irgendwann ...“

 

Jesus sagt (Lk 15,7):

„Es ist Freude im Himmel über einen einzigen Sünder, 

der umkehrt und Buße tut“ (Ja sagt zur Einladung von Jesus),

mehr als über 99 Gerechte“, die denken, dass sie dafür noch viel 

Zeit haben. 

Amen

Konfirmanden, Teenkreis und Jugendkreis gestalten Gottesdienst am Buß- und Bettag in Schwann

Wie schon in den letzten beiden Jahren war auch der diesjährige Abendgottesdienst am Buß- und Bettag für die Kirchengemeinden Schwann und Dennach ein Gottesdienst, den die Jugendlichen selbst zu großen Teilen gestaltet und mit viel Musik geprägt haben. FSJ Natalie Mack, die zusammen mit Pfarrer Bühner die Konfirmanden durch das Jahr begleitet, hat wieder viele zum Mitmachen ermutigen können. Auch eine große Jungbläsergruppe, verstärkt durch Mitglieder aus Gräfenhausen und Pfinzweiler, wirkte mit und so war die Schlosskirche an diesem Abend fast vollständig gefüllt. Im Anspiel einiger Konfirmanden ging es um die typischen Entschuldigungen von Menschen, wenn Gott sie einlädt. Dieser Ausgangspunkt wurde dann in der Predigt mit Bezug auf das Jesuswort vom großen Abendmahl in Lukas 14,15-24 weiter ausgeführt und es wurde klar, dass jeder Mensch sich im Leben entscheiden muss, was ihm am wichtigsten ist, so auch bei Gott.
Für die Schwanner und Dennacher Konfirmandengruppen bedeutete der Abendgottesdienst zugleich die erste Einladung zum Abendmahl, mit dem sie sich zuvor beschäftigt hatten. Auch die ganze Gemeinde war dazu eingeladen. Besondere Beachtung fand in diesem Jahr eine Gesangsgruppe von jungen Leuten aus dem Jugendkreis, die aus Miram Heffter, Miriam Krist, Myriam Weber und Mark Bühner bestand. Auch die älteren Gottesdienstteilnehmer ließen sich gerne zu einigen englischsprachigen Liedern einladen und viele freuten sich darüber, dass hier Jung und Alt so stark gemeinsam vertreten waren. Etliche der Jugendlichen blieben nach dem Gottesdienst noch da zum gemeinsamen Pizzaessen im Gemeindehaus. Wir sind sehr froh über diese die Generationen verbindende Arbeit in der Gemeinde, die ohne das "Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ) so nicht möglich wäre.




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Montag, 18.06.2018
18:30 Uhr in Schwann:
Kigovo
Dienstag, 19.06.2018
17:45 Uhr:
Jungschar für alle Jungen und Mädchen im GH in Dennach
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Mittwoch, 20.06.2018
19:00 Uhr:
Teenkreis 13+ im GH Schwann
Donnerstag, 21.06.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Asylarbeit in Straubenhardt (Gustav Bott, Netzwerk Asyl)
18:30 Uhr:
Biblellesen und Austausch für Jugendliche im GH Schwann
19:00 Uhr:
Jugendkreis 16+ im GH Schwann