2010-10-10 Familiengottesdienst Erntedank

Predigt zu einem Anspiel von Jugendlichen über Psalm 106,1 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Anspiel „Erntedank: Auf dem Sonntagsmarkt“ (N. N. u. Moderator)

 

Menschen uns der Gemeinde bringen etwas zum „Dankaltar“ und 

sagen dazu, wofür sie Gott danken wollen ...

 

 

Predigt zu Psalm 106,1 (Motto / Plakat „Dankaltar“)

„Danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich 

und seine Güte währet ewiglich ...“

 

Liebe Gemeinde, liebe Kinder und Jugendliche, 

 

das waren nur wenige Menschen aus unserer Gemeinde, 

aber jeder von ihnen hat Gott etwas zu danken gehabt, 

das Erfahrene hier auf den Dankaltar gelegt

und damit gesagt: Das war nicht allein mein Verdienst, 

sondern ich danke Gott dafür!

 

Und dabei haben wir vielleicht gemerkt, 

dass das Erntedankfest viel mehr ist als unser Danke für Obst und 

Gemüse, von dem ja immer weniger Menschen selber etwas anbauen ...

- siehe Berichte ...

 

Aber auch dass wir so viele Lebensmittel im Überfluss kaufen können

in unseren Läden und auf den Märkten, 

das ist überhaupt nicht selbstverständlich. 

„Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein ...“, 

haben einst die Kommunisten gedichtet, aber das ist inzwischen auch 

tief in unser Denken heute eingedrungen. 

Dank der großen Supermärkte, die immer voll sind ... 

Dank vergleichweise billiger Lebensmittel in Deutschland ...

Dank Frieden und Demokratie in Deutschland ...

seit über 65 Jahren. 

Aber: Ohne Gott klappt es in der Natur nicht und erst recht nicht im eigenen 

Leben! 

 

- Denken wir nur den schrecklichen Staudammbruch in Ungarn, 

die Vergiftungen, die er auslöst. Alles von Menschen gemacht. 

- Oder denken wir an die extremen Klimasprünge ... sechs Wochen 

lang fast 40 Grad in Russland, dafür Überschwemmungen in Spanien, 

mitten im Hochsommer

- in 20 Jahren, das haben Forscher errechnet, wird der Nordpol im 

Sommer eisfrei sein. Es sind wir Menschen, die letztlich dafür verant-

wortlich sind. 

Und doch: Es ist die Güte Gottes, dass dieser Gott die Menschen, auch 

uns, nicht schon längst abgestraft hat. 

Nicht nur dafür, dass wir so über unsere Verhältnisse leben

und die Erde ausbeuten, sondern dafür, dass heute immer mehr 

Menschen Gott völlig ausblenden, 

geschweige denn ihm Danke sagen. 

Nur 4% der Evangelischen in Deutschland finden heute die Begeg-

nung mit Gott am Sonntag so wichtig, dass sie hingehen ...

 

 „So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, 

Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (1. Mose 8,22).

Das hat Gott dem Noah nach der Sintflut versprochen. 

Und er hat bis heute Wort gehalten. 

Aber wer dankt ihm dafür?

Wer erklärt seinen Kindern, dass Gott kennenlernen noch wichtiger

ist als Schule und Sport?

Wer betet zuhause vor oder nach dem Essen?

Wer geht in den Tag hinein mit Gebet und in der Erwartung, 

dass alles, was heute passiert, an Gutem und vermeintlich Schlechtem, 

mit Gott zu tun hat?

 

Die Psalmen unserer Bibel sind voll von Berichten, 

in denen Menschen Gott schon danken für das, was sie noch gar

nicht wissen, sondern was erst noch auf sie zukommt!

 

Aber wodurch könnte es schöner ausgedrückt werden als so, 

dass diese Menschen wirklich  volles Vertrauen zu Gott haben, 

dass sie ihr ganzes Leben von ihm umfangen wissen, 

das Schöne und das Schwere. 

 

Und daraus möchte auch ich etwas lernen:

Es ist gut, Gott zu danken, jeden Tag, für alles, sogar für das, 

was ich überhaupt nicht begreife, 

weil über diese Dankbarkeit der Glaube an Gott 

und meine Lebensfreude zunimmt.

 

„Da wird es hell in unserem Leben, 

wo man für das Kleinste danken lernt“, 

sagt Friedrich von Bodelschwingh. 

 

Danken ist total wichtig!

Gott danken! 

Nicht mir, meinem Können und Schaffen

oder womöglich von Glück und Zufall reden, 

das alles hält Gott aus meinem Leben raus und führt mich 

weg von Gott. 

 

Der Psalmbeter geht einen anderen Weg: 

„Danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich 

und seine Güte währet ewiglich ...“

 

Gehen wir doch so mit dem Dank an Gott in die neue 

Woche und warten nicht bis zum nächsten Erntedankfest. 

Amen

 

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 23.10.2018
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Mittwoch, 24.10.2018
18:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Anfänger
19:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Fortgeschrittene
20:00 Uhr in Schwann:
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Freitag, 26.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
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Sonntag, 28.10.2018
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