2010-02-07 Familiengottesdienst "Schlachtfest"

Predigt über Psalm 139 in Auswahl und nach dem Anspiel "Das namenlose Kaninchen" von Hanna Homberger, Familiengottesdienste, Francke 2007, Seite 56ff / Pfarrer Friedhelm Bühner

Wir hören Worte aus Psalm 139 in Auswahl:

1. Person liest: "1 "Ein Psalm Davids, vorzusingen." HERR, du erforschest mich und kennest mich. 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. 4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen."

2. Person liest: "13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war."

3. Person liest: "23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. 24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege."  

Anspiel "Das namenlose Kaninchen" 

Predigt  

Lieber N. N., 

vielen Dank, dass Du für uns heute das „namenlose Kaninchen“ gespielt hast

und das ganz großartig! ( ... ) 

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

nur wenn du weißt, wie du heißt, weißt du auch, wer du bist! (1)

Das Kaninchen heute, das hat ja ganz schön Stress mit seinem Namen gehabt!

Mir geht es ja auch manchmal so, dass ich vielleicht gerade Deinen Namen 

nicht mehr weiß, aber der eigene Name ist mir immer noch eingefallen!

Allerdings bin ich auch nicht metertief in ein dunkles Erdloch gefallen. 

Unser Name „gehört“ zu uns!

„Na du“ kann jeder heißen. 

Wir sind kein „Na du“.

Wir haben einen Namen. 

Du und ich sind unverwechselbare Persönlichkeiten!

Ich bin ... (Kinder sprechen ihren Namen ins Mikrofon)

Weil du deinen Namen kennst, kennst du auch deine Geschichte, 

deine Familie, dein Zuhause, die Straße, in der du wohnst, 

die Freunde, die du hast. 

Wie gut, dass du weißt, wie du heißt. 

Wie gut, dass du weißt, wer du bist. 

Aber weißt du auch, wer du in Gottes Augen bist?

Im Psalm 139 haben wir gehört (und gesehen): 

„Du hast mich gebildet im Mutterleib.“

Das heißt, du bist von Gott geschaffen!

Ein Gedanke Gottes!

Von ihm hast du dein Leben geschenkt bekommen 

und du bist von Gott geliebt. 

In der Bibel steht der Satz (1. Joh 4,9f): 

„Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, 

als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte,

damit wir durch Christus ein neues und ewiges Leben bekommen. 

Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, 

sondern er hat uns seine Liebe geschenkt.“

Es ist gut, wenn du weißt, wer du bist, 

und es ist noch besser, wenn du weißt, 

dass du so, wie du geschaffen bist, von Gott gewollt bist

und dass dir seine ganze Liebe gilt. 

2. Wer weiß, wie du heißt, für den bist du wichtig!

Deine Eltern kennen deinen Namen - du bist wichtig für sie!

Deine Freunde kennen deinen Namen - du bist wichtig für sie!

Deine Klassenkameraden kennen deinen Namen, 

deine Arbeitskollegen, deine Kommilitonen - du gehörst zu ihnen!

Wenn du fehlst, fehlt ihnen eine wichtige Person. 

Das hat das Kaninchen ganz schnell begriffen: „Na du“ 

kann man zu jedem sagen

Aber ich bin doch ein ganz besonderes Kaninchen. 

Ich bin kein „Na du“. 

Wie furchtbar ist es doch, wenn man seinen Namen nicht kennt, 

durch den Namen ist man was Besonderes. 

Dein Name unterscheidet dich von den anderen. 

Gott - kennt nicht nur unsere Namen, 

er spricht uns auch persönlich an. 

Das ist sein Prinzip, das hat er schon immer so gemacht. 

Als der erste Mensch schuldig geworden ist und sich vor Gott versteckt hat, 

da hat Gott ihn mit Namen gerufen: „Adam, wo bist du?“

Und als der Prophet Elia völlig verzweifelt war und gedacht hat, 

alles wäre zu Ende, da hat Gott ihn gerufen: „Elia, was machst du hier?“

Oder als Hagar auf der Flucht war und in der Wüste fast gestorben ist, 

hat Gott durch einen Engel gerufen: „Hagar, wo kommst du her und wo 

willst du hin?“

Gott kennen deinen und meinen Namen. 

Wenn wir uns am liebsten verstecken wollen, 

weil wir schuldig geworden sind, dann ruft er: „Wo bist du?“

Wenn wir nicht mehr weiter wissen und verzweifelt sind, 

dann fragt er, was wir mit unserer Verzweiflung machen 

und ob wir ihm die Chance geben, uns zu helfen. 

Wenn wir meinen, wir sind verloren, dann fragt er: „Wo willst du hin?“, 

um uns zu zeigen, dass er immer noch einen Weg für uns hat. 

Aber am allerliebsten ruft Gott uns zu sich in seine Gegenwart, 

denn dort finden wir alle das, was wir zum Leben brauchen. 

Deshalb hat Jesus Menschen persönlich zu sich gerufen, 

mit ihrem Namen und hat zu jedem Einzelnen gesagt: 

„Komm und folge mir nach!“

Und bei Jesus haben sie das Heil ihres Lebens gefunden!

3. Wer deinen Namen kennt und dich wirklich liebt, 

bei dem bist du zuhause!

Das Kaninchen war ganz verzweifelt. 

Es hat nicht mehr gewusst, wo es hingehört. 

Und das ist schlimm, keinen Namen und kein Zuhause zu haben. 

Aber dann ist ja alles noch gut ausgegangen - für das Kaninchen Kasimir

aus dem Eichenwald. 

(Frage an die Kinder: Wer kann erzählen, warum die Geschichte

ein gutes Ende gefunden hat?)

Es ist gut, wenn wir hier ein Zuhause haben, 

wo man uns gut kennt - mit unserem Namen - und uns lieb hat. 

Aber es ist noch besser für uns, 

wenn wir bei Gott ein Zuhause haben, 

weil Gott uns noch besser kennt und uns noch mehr liebt, 

als es je ein Mensch tun könnte. 

Und wie bekommen wir ein Zuhause bei Gott?

Indem wir ihm vertrauen, unser Leben ihm schenken. 

Zum Beispiel mit diesem Gebet: 

„Lieber HERR Jesus Christus, 

ab heute sollst du nicht nur meinen Namen kennen, 

sondern ab heute soll mein ganzes Leben dir gehören!“

Und wenn du dich Gott so anvertraust, 

dann wird dein Name bei Gott ins Buch des Lebens eingetragen

und alle, die dort eingetragen sind, 

haben bei Gott auch in Ewigkeit ein Zuhause. 

Darauf kannst du dich ganz fest verlassen. 

Amen

Hier gibt's Bilder vom Familiengottesdienst




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 16.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Donnerstag, 18.10.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Paul Gerhardt (Pfarrer i.R. Herrmann Schwarze)
Freitag, 19.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 21.10.2018
9:15 Uhr:
Kirchweih in der Schwabentorhalle in Dennach (Pfarrer Held)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Prädikant Schäfer)
Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann