2009-10-04 Familiengottesdienst Erntedank

Predigt zu Lukas 12,16-21 als Foliengeschichte nach Nick Butterworth und Mick Inkpen / Pfarrer Friedhelm Bühner

Gleichnis vom „reichen Kornbauern“ (Lk 12,16-21) mit OH-Folien 

erzählt (N. N.)

Ansprache (Pfarrer)

Ja, liebe Eltern, liebe Kinder, 

Sind Sie „reich“, „glücklich“, „zufrieden“?

Ja, ich meine Sie (und mich natürlich auch), ganz persönlich?

Erntedank, hat das auch etwas mit uns zu tun?

Es gibt ja heute nicht mehr viele Bauern unter uns. 

Und nur ganz wenige haben noch ein Feld oder einen Acker, 

auf dem was wächst zum Essen. 

Das Meiste kommt aus dem Supermarkt!

Ihr Kinder denkt vielleicht: Aber was meine Mama da im 

Einkaufskorb mitbringt, das wächst doch im Laden, oder!?

Aber es ist nicht so!

Das alles wird von Menschen gesät oder verarbeitet, 

aber dass es wächst und gedeiht, das steht auf einem 

anderen Blatt. Das kommt von Gott. 

Wir können nicht einmal das passende Wetter dazu bestellen, 

wir können es nur durcheinander bringen, 

wie wir heute ganz deutlich sehen. 

Liebe Eltern, liebe Kinder!

Der Mann in unserer Geschichte, die wir gerade gehört haben, 

hatte es echt gut: Alles, was er angebaut hat und wofür er 

schwer gearbeitet hat, ist etwas geworden. 

Es ist im Lauf der Jahre sogar immer mehr geworden. 

So dass er richtig stolz darüber war und sich sagte: 

„Mensch Leute, was für ein glücklicher Mensch bin ich doch!“

„Jetzt bau ich glatt noch eine Scheune und dann noch eine  

und schließlich habe ich sooo viel, dass ich nie wieder 

arbeiten muss. 

Dann bin ich glücklich!

Dann habe ich alles, was ich brauche!“

Was meint Ihr Kinder, war dieser Mann echt glücklich?

Oder hat ihm doch noch etwas gefehlt? (... das Danken!)

Nein, nicht noch anderes Gemüse!

Das hat er jetzt mit seinem vielen Geld locker kaufen können. 

Er hat vergessen, an Gott zu denken und ihm zu danken!

Er hat einfach geglaubt, dass er gar nie sterben wird und dass ganz 

viel haben und sammeln ihn glücklich macht und dass das immer 

so weiter geht ...

Er hat geglaubt, dass er überhaupt nicht an andere denken muss, 

die weniger haben - und an Gott schon gar nicht. 

Denn er hatte das doch alles selber erarbeitet!

So hat er gedacht!

Aber, liebe Kinder, er hätte vielleicht doch etwas länger in den KInder- 

garten und in die Schule gehen sollen und noch einmal nachdenken, 

wie es gekommen ist, dass es ihm sooo gut geht, 

dann hätte er vielleicht gemerkt: Hoppla, das habe ich eigentlich 

alles geschenkt bekommen:

- dass mein Korn gewachsen ist, 

- dass es zur rechten Zeit geregnet hat - und zwar nicht 

zu viel und nicht zu wenig, 

- dass keine Heuschrecken gekommen sind oder 

Krankheiten, die meine Felder kaputt gemacht haben, 

- dass es immer trocken und schön war, als ich das 

reife Getreide ernten wollte. 

Und überhaupt: Was wäre gewesen, wenn ich plötzlich krank 

geworden wäre oder meine Frau oder meine Kinder?

Wenn mein Haus abgebrannt oder ein Krieg ausgebrochen wäre?

Ja, dann wäre er heute nicht reich, sondern arm. 

Es wäre alles nichts. 

Und er könnte gar nichts machen. 

Eigentlich seltsam, aber dieser Mann ist niemals auf die Idee gekommen, 

Gott für all das zu danken, was ihn so reich gemacht hat. 

Er hat vergessen, dass auch sein Leben einmal zu Ende gehen wird. 

Und Jesus erzählt den Menschen diese Geschichte, 

weil ihn das ganz traurig macht, wie dumm dieser Mann lebt. 

Er meint, dass er jetzt alles hat. 

Er meint, er sei glücklich. 

Und hat doch das Allerwichtigste im Leben vergessen: 

Er hat vergessen, an Gott zu denken.

Wir Menschen können viele Jahre auch ohne Gott gut leben, 

das Leben so richtig genießen, schmucke Häuser bauen, so richtig

„dick Kohle einschieben“ und Gott lässt das zu, auch wenn er ganz 

traurig ist, dass wir ihn einfach übersehen und ihm nicht Danke sagen.

Gott macht nämlich keinen Unterschied: 

Auch Menschen, die nur an sich denken, geht es gut. 

Manchmal könnte man sogar meinen, es geht ihnen besser als den 

Christen. 

Aber das ist alles ganz unsicher. 

„Du Dummkopf“ sagt Gott zu diesem reichen Bauern eines Tages. 

„Noch in dieser Nacht wirst du sterben und wem - glaubst du  -

wird das dann alles gehören, was du dir angehäuft hast?“

Dir ganz bestimmt nicht. 

Andere werden es bekommen. 

Und Du stehst vor Gott wie ein ganz armer Mann, der nichts hat.

Das aber ist das Traurigste, was es überhaupt gibt in dieser Welt: 

Wenn ich zu spät merke, wie dumm ich war, 

dass ich Gott überhaupt nicht gedankt habe und ihm gesagt: 

„Gott, ich danke Dir für alles, was ich habe. 

Deswegen möchte ich mit meinem ganzen Leben Dir gehören. 

Ich möchte, dass Du mich anders reich machst als Korn, Geld oder

Playstation, WiFi ... das doch alles vergeht. 

Richtig reich sein kann ich nur, wenn ich Dir ganz gehöre. 

Du füllst meine leeren Hände vor Gott. 

Und dann bin ich ein „reicher Mensch“ in Gottes Augen. 

Amen

Lied EG 608,1+3 Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn

Hier gibt's Bilder vom Familiengottesdienst und Gemeindefest




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 23.10.2018
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19:00 Uhr in Schwann:
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Sonntag, 28.10.2018
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