2009-05-10 Muttertag

Predigt über Markus 10,13-16 (mit Anspiel) / Pfarrer Friedhelm Bühner

Anspiel „Jesus segnet die Kinder“ nach Mk 10,13-16

(Barbara Cratzius, Kinder im Kirchenjahr, Brunnen, 70ff)

Sprecher, fünf Frauen, Andreas, Petrus, Johannes ...

Ansprache zum Anspiel nach Mk 10,13-16

Liebe Kinder, liebe Erwachsene!

Jesus war fast immer umringt von ganz vielen Menschen. 

Und fast immer waren es Erwachsene, die zu ihm kamen. 

Auch seine 12 Jünger waren Erwachsene. 

Das war ganz normal so, Kinder - so dachte man -, die konnten 

Jesus noch gar nicht verstehen und überhaupt waren die doch 

nicht so wichtig wie die Erwachsenen!?

Erst wer so richtig im Leben stand, einen Beruf gelernt hatte und 

auch sonst ein guter Mensch war, konnte doch zu Jesus kommen. 

So dachten die Meisten. 

Aber genau damit ist Jesus überhaupt nicht einverstanden!

Und was tut er?

Er „sieht die Kinder an“. 

Nicht, ob sie auch alle die Schuhe richtig gebunden haben, 

schön anständig „Guten Tag!“ gesagt haben und überhaupt lieb und 

nett sind, ihn nicht stören beim Predigen und damit eine gute 

Visitenkarte für ihre lieben Eltern sind, 

nein, er sieht die Kinder an und lädt sie ein, zu IHM direkt zu kommen.

Warum macht er das?

Weil er den Erwachsenen etwas zeigen muss, was sie sonst gar

nicht begreifen. Denn viele von ihnen denken nämlich, 

nur bestimmte Leute sollten zu Jesus kommen. 

Die, die‘s nötig haben, aber „das bin doch nicht ich, oder!?“

„Ich kann doch mit Jesus einfach nur so diskutieren, 

muss ihm doch nicht gleich in die Arme fallen ...“

„Was denken denn da die Anderen!?“

Aber Jesus liebt uns alle, die Erwachsenen und die Kinder - 

und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass wir alle zu ihm kommen!

Warum also hat sich Jesus so gefreut, dass die Kinder alle 

fröhlich zu ihm gekommen sind?

Weil ihr Kinder noch viel mehr erwartet und fest darauf vertraut, 

dass Euch Vater oder Mutter das geben, was ihr braucht. 

Bist Du auch schon mal zur Haustüre gerannt

und hast die Gäste, die euch besuchen wollten, 

gleich mit der Frage begrüßt: „Und, habt ihr mir was mitgebracht?“ 

Da kann es sein, deine Mama oder dein Papa waren ganz entsetzt. 

Weil sie nicht wollten, dass du „bettelst“ ...

Aber wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, 

dann hast du einfach erwartet, dass du beschenkt wirst! 

Und das ist etwas, was Jesus gefällt!

Wenn Menschen - Kinder und Erwachsene - ganz einfach erwarten, 

dass ER sie beschenkt!

Denn auch Jesus ist wie ein Gast, der an der Haustüre steht

und zu uns hereinkommen will.

Aber es gibt noch einen Grund, warum sich Jesus über die Kinder

so gefreut hat und wo wir Erwachsenen von Euch Kindern 

ganz viel lernen können: 

Jesus findet, auch die Erwachsenen müssten so tief

vertrauen können wie ihr Kinder! 

Bestimmt habt ihr schon gemerkt, dass die Erwachsenen ganz 

schon misstrauisch sein können. 

Manche Dinge lassen sie erst in ihren Kopf hinein und glauben es

erst, wenn du es ihnen 10 oder sogar 20 Mal gesagt hast. 

Ist das bei Euch zuhause auch so ...?

Manche Erwachsenen vertrauen deshalb auch Jesus nicht. 

Sie sagen: Ich will die Hand erst sehen, die mir helfen kann

und deshalb streck‘ ich ihm lieber meine Hand noch nicht entgegen. 

Denn wer weiß, ob er wirklich da ist!?

Aber das ist echt dumm. 

Weil Jesus doch schon so lange darauf wartet, dass wir ihm vertrauen, 

auch wenn wir ihn nicht sehen können. 

Er möchte, dass auch die Großen sich an ihn hängen wie Du dich 

an deine Mama oder an deinen Papa hängst, wenn sie abends

nach Hause kommen ... 

Jetzt ist es aber so, dass die Erwachsenen Euch Kindern ja noch sagen

dürfen, was ihr tun dürft und was nicht. 

Und das ist auch ganz wichtig. 

Weil ihr sonst in große Gefahr kommen könntet. 

Aber jetzt sagt hier Jesus den Erwachsenen etwas, was sie 

den Kindern auf keinen Fall verbieten dürfen. 

Habt ihr genau zugehört?

Jesus sagt: Die Eltern dürfen euch auf keinen Fall verbieten, 

zu mir zu kommen. 

Denn Jesus will, dass alle zu IHM kommen!

Er sagt: Das ist das Allerwichtigste!

Schon die Kinder sollen zu Jesus kommen. 

Und die Eltern dürfen euch das Beste nicht wegnehmen:

- z. B. in den Kindergottesdienst zu gehen, um dort mehr von 

Jesus zu erfahren (oder)

- in die Jungschar oder den Jugendkreis (und)

- euch Geschichten aus der Bibel vorzulesen und 

darüber zu sprechen. 

- Auch mit euch zu beten gehört dazu! 

Das ist viel wichtiger als eine dicke Sparbüchse für die Kinder 

zu kaufen. Oder immer nur lernen für die Schule und Sport zu treiben

oder  Fernsehen zu schauen oder Computerspiele zu spielen ...

Wir Eltern sollen uns nicht schuldig machen darin, 

dass wir ihnen das Wichtigste, nämlich Jesus, vorenthalten!

„Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück!

Denn sie gehören mehr zu Gott als ihr alle!“

Das hat Jesus gesagt. 

Und: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder (so voller Erwartung 

und Vertrauen zu mir ...), dann werdet ihr Erwachsenen nie zu Gott 

kommen!“ 

Und das wäre doch wirklich traurig!

Angesichts dieser Liebe, die Jesus zu uns allen hat. 

Und die man auch verspielen und ausschlagen kann. 

Und die doch so leicht zu erwidern ist, wenn wir Erwachsenen 

es den Kindern nachmachen: 

Einfach zu Jesus laufen und „Bitte!“ sagen. 

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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